1. Dezember 2019// Jin Jun Mei

Pünktlich zum ersten Advent eine Rarität. Jin Jun Mei ist rein relativ neuer Tee und erfreute sich von Begin an aufgrund seines einzigartigen Aromas einer großen Beliebtheit.

28. November 2019// Qing Xiang Tie Guan Yin

Tie Guan Yin aus Anxi. Es ist kaum zu glauben, wie sehr dieser sich vom Xiao Suan unterscheidet. 

Dieser etwas weniger oxidierte TGY aus Anxi ist vermutlich der Grund warum ich angefangen habe Tee Gong Fu Style auszubrühen und nicht mehr nach westlicher Art Aufbrühe (wenig Tee, lange Ziehzeit).  

Ich schätze, im Büro sorgt das regelmässig für Belustigung, wenn ich mir meinem 100 ml Teegläschen durch die Gegend schlurfe.

27. November 2019// Xiao Suan Tie Guan Yin

Wer hätte das gedacht. Eigentlich ist ein Tie Guan Yin immer ein guter Griff und bisher habe ich noch nie eine Kauf bereut. Der „Xiao Suan Tie Guan Yin“ ist allerdings überhaupt nicht mein Fall. Er ist halt ein bisschen saurer und ich mag es eher ein wenig grüner. Naja, das weiss ich nun auf jeden Fall für’s nächste Mal.

Ein kleiner Einblick in die Vielfalt von Tie Gunda Yin: three major styles of Tie Guan Yin 

20. November 2019// Teereise: Gelber Tee – Kekecha

Seit einer Weile trinke ich abends sehr gern einen Kekecha. Chinesischer gelber Tee, der ursprünglich aus der Provinz Guangdong stammt. Mit einem Koffeingehalt von ~0,3 % kann man ohne Probleme auch noch nach 20 Uhr ein paar Aufgüsse machen.

Bei der Zubereitung finde ich etwa 3,5 bis 4 g auf ca. 100 ml bei max. 80°C heißen Wasser ganz angenehm. Ziehzeit fängt dann bei 15 s an und verlängert sich bei jedem Aufguss um 5 s.

30. Mai 2019// Heißer Tee und Halskrebsrisiko

Das ist ja auch so ein gruseliges Thema, von dem man immer wieder mal hört. In einer iranischen Studie hat man den Zusammenhang von zu heißem Tee und erhöhtem Risiko für Halskrebs über längere Zeit genauer unter die Lupe genommen. Und es liest sich gar nicht witzig.



Über die letzten Tage habe ich nun mal bewußt auf die Trinktemperatur geachtet und festgestellt, dass Grüner Tee eigentlich immer weiter unter 60 °C liegt und Tees, die heiß zubereitet werden – wie Oolong oder Pu-erh – in einer kleinen Tasse schnell auf 60 °C abkühlen. Der Tee wird vom Gaiwan in ein Kännchen gegossen und dann auf ein oder mehrere kleine Tassen verteilt. Das zweimalige Umgießen der geringen Flüssigkeitsmengen auf kleine Gefäße sorgt schnell für Abkühlung. Man müsste sofort trinken um noch Tee viel heißer als 60 °C zu sich zu nehmen.

Wie auch immer kann es nicht schaden in Zukunft einen Blick auf die Temperatur zu haben.

22. April 2019// White Bing Cha 2016

Weisser, sehr milder und weicher Pu-Erh Tee mit zart-fruchtigem Aroma und ebenso fruchtiger Note bei den ersten Aufgüssen. Ich würde das irgendwo zwischen Birne und Aprikosen einordnen. Bei späteren Aufgüssen neigt der Tee zu einer leichten Adstringenz.

Der Fladen hat um die 370 g und es war für mich kein Fehlkauf. Da ich nicht der größte Fan von erdigen oder eher strengen Pu-Erh Tees bin, finde ich diesen recht angenehm. Vielleicht schon etwas zu mild. Aber lieber etwas milder als zu streng. Bei anderen Teesorten mag ich das anders sehen. So ist dieser Bing Cha für mich auch ein optimaler Tee am frühen Morgen direkt dem Aufstehen.

Zubereitung

Klassische Zubereitung im Gaiwan oder kleinem Kännchen mit 5 g Teeblätter auf ca. 100 ml bei 95 °C mit einer Ziehzeit ab 10 s bietet sich an. Ich benutze ein aromaneutrales Gefäß zur Zubereitung, bspw. einen lasierten Shiboridashi, da dann das ohnehin recht zarte Aroma des Tee besser erhalten bleibt als in einem Gefäß aus Ton.

Ärgerlicher weise ist mir beim Spülen der Deckel des oben gezeigte Shibos runtergefallen und in zwei Teile gebrochen. Gemäß Wabi-Sabi könnte ich mich bemühen den Deckel mit Urushi Lack oder was anderem lebensmittelechten wieder zusammenzusetzen.

10. Februar 2019// Fengqing Yeshing Hong Cha

Wenn es um Scherzen Tee geht ist Chinesischer Hong Cha – eigentlich Roter Tee (Hong Cha? No, I wanted Black Tea) – meine erste Wahl. Ich mag das würzige Aroma und die Süße des Tees. Die Note ist einfach unverkennbar. Wobei ein Assam gelegentlich mal eine Ablenkung sein kann. Trifft aber meinen Geschmack nicht so sehr auf den Punkt.

Mein bisheriges Highlight war der Mengku Da Xue Shan Hong Cha aber tatsächlich nur aus dem Jahr 2016. Die Pflückung aus 2017 war wieder ein wenig anders. Schade, dass ich von dem 2016er nicht mehr hatte, dachte ich damals.

Neulich habe ich einen neuen Teehändler (Tee Kontor Kiel) ausprobiert. Vornehmlich aufgrund der interessanten Auswahl an Teegeschirr. Aber auch die Tees scheinen von guter Qualität zu sein. So bin ich auf den Fengqing Yeshing Hong Cha gestoßen. Der Tee hat eine angenehme Süße, ein bisschen würzig, aber auch nicht übertrieben. Gerade richtig, wie ich finde.



Die Zubereitung ist nicht ungewöhnlich, wenn auch etwas empfindlich. 5 g auf ca. 120 ml mit nicht mehr kochendem Wasser. Bei der Ziehzeit muss man sich sputen. Ich fange mit max. 10 s an und steigere die Zeit um anfangs nur 3 s und später mit 5 s mit jedem Aufguss langsam. Ein Gaiwan oder japanischer Shibo sind ideal geeignet für die Zubereitung.

7. Februar 2019// Schwarze Kyusu aus Tokoname

Ich habe einen ziemlichen Faible für schlichte, japanische Einhandkannen mit seitlichem Griff. Ich mag den Stil, sie sind ungemein einfach in der Handhabung und tropfen idR. nicht. Was will man mehr.

Leider haben diese Kännchen in meinen Händen nur eine recht begrenzte Haltbarkeit. Früher oder später schlägt das Ungeschick zu. Das ist nun die vierte Kyusu, die mich auf meiner Teereise begleitet.

Natürlich ist diese Art von Kanne nicht nur geeignet um darin japanischen Grünen Tee zuzubereiten. Ein chinesischer Oolong schmeckt daraus auch sehr gut. In diesem Moment ist es ein Anxi Huang Jin Gui aus 2015. Zusammen mit dem TGY aus Anxi ist der HJG mein Favorit unter den Oolong Tees. Kann ich quasi immer trinken. Selbst zum fortgeschrittenen Abend, schrecke ich nicht noch vor sechs bis acht Aufgüsse zurück. Ein Oolong hat mich noch nie vom Schlafen abgehalten. Ganz im Gegenteil: eine entspannte, kleine Teezeremonie mit einem guten Tee hat die Eigenschaft auch die mächtigsten Wellen eines aufgewühlten Verstandes zu glätten.


27. Januar 2019// Teereise: Pu Erh

Ich vermute Pu Erh wird eine große Station auf meiner Teereise. Ich habe kaum eine andere Teesorte kennengelernt, die dermassen vielschichtig ist.