Markus Kniebes
Dreizeiler

Soziale Abgeschiedenheit / Homeoffice Tag 11: Es hat sich eine Fliege in meine Wohnung verirrt. Ich habe wieder Gesellschaft.

Drei Streaminganbieter und noch immer keine passenden Serie zu finden. Naja, ich versuche es dann nochmal mit Breaking Bad.

Toilettenpapier, Nudeln, Mehl. Das ist ja noch irgendwo nachvollziehbar. Mit Abstrichen. Aber was will man bitte mit Hefe anfangen? Ich habe noch nie in meinem Leben Hefe gekauft. Ich wüsste auch nicht was ich damit anfangen sollte.

Vielleicht habe ich Freitag ein wenig zu viel erwartet, als ich im Wetterbericht was von wegen Schnee gesehen habe. Aber es wäre wirklich das Highlight des Tages geworden. Aber die paar Schneeflocken, die zur Zeit runterkommen, kann man abzählen. 

Schön früh aufstehen; dann kann ich länger auf der Couch sitzen.

Ich habe meine Bestellungen immer ins Büro liefern lassen. Das klappt ganz gut mit DHL und Amazone Logistik. DHL Lieferungen an meine Privatadressen sind allerdings eine Katastrophe. Die Tage hat der DHL Bote wieder ohne zu schellen ein Päckchen in irgendeine Packstation eingelagert und keine Karte hinterlassen. Und ich kann nun zusehen, wie ich dran komme...

„Früher“ bin ich in der Regel an den Wochenenden früh aus dem Bett um nichts vom Tag zu verpassen, um etwas zu unternehmen und an der frischen Luft zu sein...

Jetzt muß ich mich Heute wieder ganz schön zusammenreißen, dass ich das Finale von Picard erst in Ruhe am Abend und nicht neben der Arbeit schaue. 

Heute werden es bis 16 °C, Morgen bis 14 °C und am Sonntag soll es an Vor- und Nachmittag zu Schneefall kommen. Und ich dachte schon, ich hätte meine dicke Wintermütze umsonst gekauft...

Endlich mal wieder ein schöner, ruhiger Abend auf der Couch...

Es geht langsam los: Ich beginne Geräusche zu hören. Und außerdem sind vom ewigen Händewaschen meine Hände trocken und die Haut ist rissig geworden und so benutze ich das erste Mal in meinem Leben seit einigen Tage eine Handcreme. Hätte ich mir auch nicht träumen lassen.

Heute mal kein DSL ⇨ Urlaub. Die Verlockung bei dem Wetter mal vor die Tür zu gehen ist groß. Man macht einen Boden um alle Menschen, also was kann schon passieren. Oder doch eher mit dem Hintern zu Hause bleiben, wenn es keine zwingenden Grund gibt vor die Tür zu gehen. Manchmal wäre Landleben doch die Option. 

Da Imbissbuden nun seit letzter Woche geschlossen sind, könnte es sein, dass ich ein wenig an Gewicht verliere.

Vielleicht sollte ich mich beim nächsten Einkauf mal für einen größeren Supermarkt entscheiden. Der kleine REWE, der einen Steinwurf entfernt liegt, ist noch immer etwas "unterbestückt". Ich hätte ja angenommen, dass sich das im Laufe dieser Woche mal wieder normalisieren würde. Aber nö!

Ich habe das Gefühl arbeiten im Homeoffice ist wesentlich anstrengender als im Büro. Ich war in der vergangenen Woche an den Abenden schon immer völlig durch und Heute auch wieder.

In unserem "neuen Zeitalter" scheint der Montagmittag ein ungünstiger Zeitpunkt zum Einkaufen zu sein. Ich bin ja mittlerweile an die leeren Regale ohne Toilettenpapier gewohnt. Aber kein Brot?! Wenn mit zZ. ein Außerirdischer fragen sollte, ob ich ein Mensch bin. Ich würde es leugnen...

Ich habe mir am Wochenenden beide Staffeln von Altered Carbon angeschaut. Ja ja, man hat Zeit... Die Serie könnte ganz töfte sein, wenn die Welt etwas differenzierte beschrieben werden würde. Vieles wirkt konstruiert und passt IMHO nicht so richtig zusammen. Aber halbwegs unterhaltsam. Ohne #COVID-19 und die damit einhergehenden Umstände, hätte ich mir die Serie vermutlich nicht zum zum bitteren Ende gegeben.

Wäre doch eine witzige Sache, wenn die Filmverleihe, die Filme, die gerade in den nicht geöffneten Kinos verpuffen, schon zum Streaming zur Verfügung stellen würden. Hätte ggf. auch den kleinen Nebeneffekt, das noch mehr Personen lieben in ihren vier Wänden bleiben. Anstelle beim dem klasse Wetter weinend am Fenster zu stehen.