27. September 2014 Photokina 2014

Vorletzte Woche war die Photokina 2014 und da ich nur eine Stunden von Köln entfernt lebe, habe ich es mir nicht nehmen lassen auch dieses Mal wieder hinzufahren. Aber anders als zwei stressige, volle Tage, wie in den Jahren zuvor, war ich nur zwei Mal einen halben Tag dort. Und trotzdem hatte ich ausreichend Zeit und es war ausgesprochen chillig dieses Mal. Keine schmerzenden Füsse, kein genervtes »endlich draussen«…

optische Spielerei am Olympus Stand
optische Spielerei am Olympus Stand

Am Dienstag war es noch angenehm leer und ich konnte entspannt über die Messe schlendern und hier und da recht zügig einen Blick auf ein Gerät werfen ohne sich unangenehm an einen Tresen drängeln zu müssen. Am Donnerstag war es schon wieder etwas voller, so dass ich mir gar nicht vorstellen möchte, wie es erst am Samstag oder Sonntag ausgesehen haben muss.

Der Kölner Dom, die Hohenzollernbrücke und der Rhein auf einem Foto
Der Kölner Dom, die Hohenzollernbrücke und der Rhein auf einem Foto

Mir kam die Messe etwas überschaubarer vor als in den letzten Jahren. Was zum einen daran gelegen haben mag, dass viele Neuheiten schon in den vergangenen Monaten erschienen sind und ich wusste, ob es sich für mich lohnt etwas anzuschauen oder nicht. Sony habe ich mir bpsw. völlig erspart. Ich habe also nicht wirklich jeden Stand und Hersteller abgeklappert, sondern mich an zwei halben Tagen auf das Wesentliche beschränkt:

  • Am Dienstagmorgen bin gerade noch früh genug eingetroffen um mir einen Vortrag von Zack Arias am Fuji Stand anzuhören. In gewohnt unterhaltsamer Art.
  • Die Fujifilm X100T macht nunmehr einen erwachsenen Eindruck und wäre IMHO meine erste Wahl für eine ordentliche, kompakte Kamera.
  • Die Fujifilm X-T1 Graphit Silber sieht echt nett aus, aber im Dezember werden die neuen Feature – elektr. Verschluss bis 1/32000s und die »Classic Chrome« Filmsimulation – der Silberversion per Firmware Update für die schwarze X-T1 kommen.

die niegelnagelneue Fujifilm X100T (silber)
die niegelnagelneue Fujifilm X100T (silber)

  • Das wetterresistente Fujinon XF18-135 scheint für die bevorstehenden dunklen Jahreszeiten eine logische Konsequenz zu sein. In der Hand fühlt es sich allerdings nicht so wertig an wie die Festbrennweiten der X-Serie.
  • Viel schöner kommt allerding das XF50-140mm F2.8 daher.
  • Der Leica Stand Die Leica Halle bestach aus diese Mal wieder durch die große Galerie. Ein guter Ort um sich ein wenig auszuruhen. Aber in diesem Jahr gab es auch eine ganze Hand voll neue Produkte aus der M, X, und S-Serie, unter anderem eine Typ 240 als M-P. Ich glaub, ich würde mir wie ein Snob vorkommen, wenn ich eine M an der Hand hätte und bei einer X wie ein Douchebag. Und wenn die Produkte 1000-mal erstklassig verarbeitet sind.
  • So richtig groß konnte man »4K« nur am Panasonic Stand lesen. Aber hat ja auch mittlerweile fast jede video-quilifizierte Knipse heutzutage.
  • Die beiden Zeiss Outs lassen wirklich alles andere hinter sich. Allerdings nicht nur in Hinblick auf Bildqualität, sondern auch was Gewicht, Größe und Preis angeht. So reizvoll wie das Planar 85 auch ist, so nervtötend stell ich mir das Ding im täglichen Gebrauch vor. Ich glaub, das ist nix, was man tagein tagaus in seiner Schultertasche mit sich herumtragen möchte.
  • Das Zeiss APO Sonnar 2/135 steht nach wie vor auf meiner Wunschliste, auch wenn es noch ein Stückchen größer ist als das Makro Planar 2/100.

9. August 2014 f-stop Loka (Teil 1)

Auf der Photokina 2012 bin ich das erste Mal über f-stop und deren fantastische Rucksäcke gestolpert und ursprünglich wollte ich mir den Kenti zulegen, aber die Bestellung ging damals wohl irgendwie in die Hose.

Mutig habe ich ein zweites Mal einen Kauf über den Webshop von f-stop (mittlerweile ein anderes System – Magento scheint es zu sein) gewagt und siehe da, es hat geklappt. Dieses Mal ging es allerdings um ein etwas größeres Modell, das ausreichend Platz bietet, um Zeugs für ein langes Wochenende mitzuschleppen, ohne dabei noch eine Tasche an der Hand haben zu müssen.

Mit zig Taschen an der Hand bepackt zu sein, kann mir so ziemlich alles vermiesen!

Der Loka ist mit einem Fassungsvermögen von 37 l ist es dann geworden.
Ich habe mich erstmal für eine kleine pro ICU entschieden. Da passt die D800 mit ein paar Gläsern locker rein. Zur Not auch noch ein Film Gehäuse oder die Fuji X-T1.

Am 27.7. habe ich den Rucksack bestellt und am 7.8. ist er dann eingetroffen. Bei 15 Euro Versandkosten hätte ich nun mit einer etwas prompteren Lieferung gerechnet. Aber hey, nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit bin ich froh, dass die Bestellung und Lieferung überhaupt erfolgreich war.

Beim ersten Anfassen hatte ich das Gefühl, dass das Material wirklich ziemlich dünn ist. Aber ich habe dann etwas dran herumgezerrt und geknibbelt und gekratzt, was keine Spuren hinterlassen hat. Der Rucksack besteht aus 330D Nylon Double Ripstop, also mit doppelt eingewebten Ripstop Fäden. Und hat einen Polyurethane Überzug mit eine Undurchlässigkeit bis zu einer Wassersäule von 1500 mm. Das habe ich allerdings noch nicht so richtig ausprobieren können. Einen kleiner Regenschauer kann der Rucksack allerdings ohne Probleme ab. Und wenn das mit den 1500 mm stimmt, kann das sicher auch ein etwas stärkerer Schauer sein. Reissverschlüsse sind dicht und liegen nicht frei.

Der Rucksack hat im Rücken einen Alu Rahmen und fällt somit nicht in sich zusammen, wenn er nicht vollständig bepackt ist. Das Tragesystem ist ein Traum, wie ich damals auf der Photokina schon festgestellt habe.
Die Schulterriemen sind ausreichend breit und weich aber nicht zu labberig. Die Hüftgurte sind breit und stabil und übertragen auf angenehme Weise Gewicht auf die Hüften um die Schultern zu entlasten. Der Brustriemen hat einen Gummizug ist sitzt nie zu stramm.
Ich habe zwar noch keine Tour mit dem Rucksack gemacht, habe ihn aber Heute mal als »Einkaufstasche« missbraucht und komme nicht umher dem Tragesystem sechs von fünf Sternen zu geben;)

Vermutlich werde ich in Zukunft noch das eine oder andere Mal über die Tasche schreiben, dann vielleicht auch mit Fotos. Der erste Eindruck ist sehr gut. Nur über den Preis darf ich nicht nachdenken. Ich hoffe, der Kauf wird sich im Laufe der Zeit rentieren.

22. Juni 2014 Walhalla Rising

Walhalla Rising – Ein Film, der ohne viele Worte auskommt. Ist allerdings auch nicht unbedingt geeignet für einen romantischen, zweisamen Fernsehabend.

Arthouse vs. Splatter oder was? Landschaften, Nebel, interessante Farbe, leise Musik, stille Charaktere und hin und wieder ein “bisschen” Gewalt.

13. Juni 2014 Fujifilm X-T1 soll Upgrade erfahren

RUMOR UPDATE: X-T1 upgrade (X-T1P?) with 4k viewfinder in July? | Fuji Rumors

Ich habe nun wirklich nichts gegen Weiterentwicklung und finde es eigentlich auch ganz interessant das zu verfolgen. Aber jetzt mal ehrlich, die X-T1 ist Ende Februar / Anfang März diesen Jahres auf den Markt gekommen. Und nun ist schon für die nahe Zukunft eine Produktpflege ein Ersatz für die Knipse geplant.

  • Die Pentax LX wurde zwischen 1980 und 2001 gebaut. Natürlich gab es in diesen zwanzig Jahren auch ein wenig Produktpflege und ein paar Sondermodelle in Gold oder aus Titan. Aber das Serienmodell hat in 21 Jahren (!) nur ein Upgrade von Typ1 auf Typ2 erfahren, weil man wohl erkannt hat, dass einige verschleissende Teile durch höherwertige ersetzt werden könnten.
  • Die Nikon FM2 wurde zwischen 1982 und 2001 gebaut und hat in der Zeit ein Upgrade von FM2 auf FM2N erfahren, uA. mit höherer Blitzsynchronzeit. Was bei einer Produktlaufzeit von gut 20 Jahre auch OK ist.

Beide erfreuen sich Heute – nachdem sie vor weit über zehn Jahren aus der Produktion gegangen sind – auf dem Gebrauchtmarkt einer großen Beliebtheit. Ich denke, eine X-T1 – oder auch jede andere moderne Kamera – schaut man schon wenige Jahre nach dem Kauf nicht mehr mit dem Hintern an. Nichtmal aus nostalgischen Gründen.

Egal wie bahnbrechend eine moderne Digiknipse auf technologischer Ebene im Augenblick auch sein mag, wird sie im Sog der Nachfolgemodells ertrinken. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich 2035 – sollte ich dann noch leben – mal eine Knipse aus dem Jahr 2014 in die Hand nehme und sage, “Was für eine klasse Kamera.”
Der Gedanke an “Digital-Retro” scheint mir im Moment auch eher amüsant als realistisch. Aber man weiss ja nie.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mehr Film fotografieren…

Update: The X-T1 upgrade (X-T1P?) won’t hit the market anytime soon

5. Juni 2014 Mono Space Fonts zum Arbeiten

Von Zeit zu Zeit macht es mal Sinn seine Arbeitsumgebung einer Prüfung zu unterziehen, um zu sehen, ob man hier und da nicht ein wenig optimieren kann. Terminal Fonts oder welche für den Texteditor finde ich immer wieder interessant zu vergleichen. Immerhin schaue ich einen großen Teil der Tages darauf.

Mir persönlich gefällt Source Code Pro gerade ziemlich gut.