Zugfahrten haben auch so ihre Tücken

Neben Verspätungen findet sich auch immer wieder die Situation, dass sich einem ein Bazillenmutterschiff direkt gegenüber setzt. Ich habe dann immer das Gefühl, dass ich förmlich spüre, wie mich Viren und Bakterien befallen und es mir von Minuten zu Minute schlechter geht.

Gegenüber, auch so eine Sache. Auf einer Strecke von Hamburg nach Chur – das sind schon mal ein paar Stunden – wird ein EuroCity eingesetzt mit gegenüber liegenden Sitzreihen. Nicht schön hintereinander wie es bei einem ICE der Fall ist. Im Allgemeinen sind ja Massnahmen zur Förderung von Kommunikation ja ganz toll. Aber im Zug, wenn ich Kopfhörer auf den Ohren habe akzeptieren meine Augen exakt zwei Perspektiven, aus dem Fenster glotzen und der nicht fokussierte Blick auf die Rückseite einer Sitzlehne. Meinem Gegenüber beim Husten und Malträtieren seiner Nase zuzusehen gehört nun wirklich nicht dazu. Dann ziehe ich lieber als Wanderheuschrecke auf der Suche nach dem letzten freien Platz.