Konformitätsblogging

Beim Webloglesen aus Langeweile kam mir folgender Gedanke: Ich würde euch beiden doch empfehlen ein Blog Consortium – könnte man BC abkürzen, hätte auch nichts mit Broadcast Commander zu tun – ins Leben zu rufen, um endlich vernünftige Weblog Standards zu definieren.
Dann könnte man einen Konformitätstest anbieten und bei Bestehen so einen putzigen, kleinen Button anbieten, den man dann ganz keck an sein weblog heften kann.

14 Gedanken zu “Konformitätsblogging

  1. Für RSS-Feeds gibts das doch schon – den RSS Validator. Oder meinst du das für den Inhalt von Weblogs? So zur Unterscheidung nach Tagebuch, Linkhub oder Contentwriter? Müsste man doch was mit bayesian Filtering machen können 😉

  2. inhaltlich wäre natürlich auch ganz wichtig. Ich möchte ja nicht in die Ecke der Weblog-Betreiber gesteckt werden;)
    Meine Lektüre des O’Reilly Mozilla Buchs ist zwar schon was her, und ich hab keine Ahnung ob man von einer gehäkelten XUL App auf die Mailsfiltertechniken von Mozilla Mail zugreifen kann. Wenn ja, wäre es eine Gundlage.
    Für’n Firebird gibt’s ja das RSS Reader Panel: http://fls.moo.jp/moz/rssreader.html

  3. Liegt mir fern irgend jemandem was vorschreiben zu wollen, insbesondere wenn es um die Bloggerei geht. Dafür ist das ganze zu unwichtig. Meine Meinung dazu solltest Du eigentlich mitbekommen haben. Ich frage mich nur manchmal was in Leuten vorgeht, die Kommentare wie diesen Abgeben: “natürlich schaltet man die kommentarfunktion ab wenn man zu viele un-kommentierte beiträge hat, um sich diese peinlichkeit zu ersparen.” Wäre dieser Kommentar mit einen 😉 versehen worden, wäre ich nicht weiter darauf eingegangen. So jedoch fehlt diesem Menschen, wie ich finde, der nötige Abstand zu dem ganzen Plumperquatsch und dies halte ich dann doch für etwas merkwürdig. Was mich wirklich manchmal erschreckt ist die Tatsache, dass sich scheinbar eine ganze Menge Leute über solche Dinge definieret und das ist traurig. Es gibt ein Leben nach dem Computer und Internet, aber manche begreifen das nicht. Aber vielleicht hast Du ja irgendwo Recht, ich sollte manchmal vielleicht von meinem Dampfer runterkommen und etwas entspannter sein 😉

  4. weiß ich doch. Aber ich schreib auch nicht hinter alles was ich ironisch – nein, eigentlich bin ich wohl eher sarkastisch – meine einen ”;)” Ich hoffe darauf, daß Menschen in der Lage sind, das auch so zu erkennen.
    Kommentarfunktionen an sich steh ich recht ambivalent gegenüber, zum einen das überflüssigste Feature überhaupt. Warum einen Link kommentieren, wenn ich den Verantwortlichen der verlinkten Seiten kontaktieren kann, um demjenigen die Meinung zu sagen, bei Links auf schicke Seiten bespielsweise.
    Auf der anderes Seite ein Kommunikationsmittel, vorrausgesetzt ich bin darauf aus.
    Zum größten Teil sind doch Kommetnare eh nur small-talk …

  5. ein weblog-consortium hätte vielleicht gewisse vorteile, notwendig für hobby-blogger ist es aber sicher nicht. nur wenn ich sowas gründen würde, würde man mir so oder so den kopp abreissen *g*

  6. nein so war das nicht gemeint, ich meinte eher die inhaltliche nutzung. plasticthinking ist so gesehen auch ein hobby blog. zugegebenermassen eine laxe formulierung, meinte ich es lediglich als abgrenzung zur nutzung von weblogs in beispielsweise institutionellem kontext. dort wäre eine wie auch immer aussehende “blog-konformität” mit gewissen festgelegten praktiken nicht verkehrt.

  7. es liegt mir fern weblogs schlecht zu machen, im Gegenteil. Aber gerade im Bereich des Informationsaustausch und der Produktivitätsteigerung, was einen Teil des prof. Einsatzes ausmacht, sehe ich MLs und NGs nach wie vor ganz weit vorn. Da diese Medien effektiver und flexibler/einfacher zu bedienen sind.
    Mit eininge Mitarbeitern haben wir versucht ein themenorientiertes Weblogs zu betreiben und sind nach kurzer Zeit wieder stillschweigend zu unserer alten Verteilerliste übergegagen, d.h. abhängig vom Autorenkresi entwicklet sich ein Betriebsstil oder es wird über kurz oder lang eingestellt. Und Letzteres kann mit unter auch der Fall sein, wenn ein Teil der Autoren sich in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt, was eine irgendwie angelegte Konformität mit sich bringen würde.

  8. institutioneller austausch geht meiner ansicht nach eher um konvention, als um freiheit.
    nebenbei, meine frage in dem beitrag den du verlinkt hattest ging in eine ganz andere richtung als konformität, mein interesse galt eher den hintergründen und der selbsteinschätzung wenn man kommentare deaktiviert. ist jetzt aber ein ganz anderes thema an dieser stelle, oder?

  9. Wohl wahr. Die Diskussion, ob es notwendig ist Weblogs zu instutionalisieren ist eine andere, eine, der ich mich nicht widmen werde.
    Was ich z.T. nicht nachvollziehen kann ist die Beharrlichkeit, mit der so mancher auf eine Kommentarfunktion oder allgemeiner auf eine wohldefinierte Form bei tägl. aktualisierten und chronologisch aufgebauten Internetseiten besteht.

  10. Aber die Form muss doch gewahrt bleiben! Wo kommen wir denn da hin, stell dir bloss vor, jemand sortiert die Beiträge anders rum! Chaos! Anarchie! Da könnten wir ja auch gleich Tagebücher schreiben.

    Übrigens hat deine Benachrichtigungsmail bei neuen Kommentaren doofe Ohren: die verweist auf einen numerischen Beitrag, deine Beiträge haben im Archiv aber sprechende Namen, der numerische Link geht ins Leere …

  11. ich wußte, ich hatte was vergessen. danke. hab ja erst vor ein paar tagen, die geschichte mit den “netten” plinks gemacht.
    hmmm… ich sortiere meine Tagesansichten aufsteigend. Aber man hat mich schon immer als subversiv und soziologisches Faszinosum bezeichnet.

  12. wie gesagt, ich kann an meinem ursprünglichen beitrag keine normative forderung im bezug auf die form von weblogs erkennen.. aber seis drum – iss ja nich jeder so subversiv.

  13. muß ja auch nicht in einen handfesten Streit ausufern, so wichtig ist’s nun auch nicht.

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