Musikraubkopierern droht Klagewelle

Mit dem Einsetzen des neuen Urheberrechts im Herbst möchte auch die dt. Musikindsutrie härter gegen Raubkoporer (und vermtulich gegen P2P-Nutzer) vorgehen und Kunden verlieren. [web.de/ yahoo]

Ich bin mir nicht sicher, bo dieses unterfangen nicht doch ein wenig sinnlos ist. Proggies wie PearGuardian werden wohl nur der Anfang der Bemühungen sein sich dem ungestörten P2P-Genuß hinzugeben.

Update [10:53h]: auch bei Heise kann man drüber lesen.

11 Gedanken zu “Musikraubkopierern droht Klagewelle

  1. Ach lustig, mit dem Münchner Anwalt hatte ich ja auch schon zu tun. Beziehungsweise mit seiner Sekretärin. Klingt ja nett, was da zum besten gibt. Wenigstens ist er ehrlich und sagt klipp und klar, was das Ziel ist – nämlich Geld einstreichen.

  2. wegen der Abmahnung?
    der hat ein Problemchen mit seiner Homepage, der Kopf sieht leicht geschräddert aus.

  3. Yupp. Das war auch ein Anwalt aus München. Allerdings muss ich ihm zugestehen, selbst nicht geldgierig zu sein. Erst nach mehrmaligem Bitten meinerseits hat seine Sekretärin die Bankverbindung rausgerückt. Schon ein bisschen komisch.

  4. Von unserem Haus &amp Hof Notar weiß ich, daß er ab und an bei ähnlich gelagerten Fällen in sich hineinlächert.
    Für’n Privatemenschen ist so ‘ne Abmahnung ärgerlich viel. Und für den Initialtor idR peatnuts. Besonders wenn es sich um einzelne Abmahnungen handelt.

  5. Alles Schwachsinn, wenn man alle p2p-User verklagen würde oder sogar jeden, der auch nur eine mp3-Datei auf seiner Kiste hat, dann würde ganz Deutschland im knast landen oder extrem verschuldet sein.
    Der Lösungsansatz den einge versuchen, wie z.B. den Vertrieb von mp3s über das Internet würde vielleicht auch mehr genutzt werden, wenn die mp3s nicht auchnoch speziellen Lizenzen unterliegen würden, die einem verbieten eine Datei zu brennen oder auf einen mp3-player zu überspielen. Wenn dann sollte man das richtig machen und nicht so.

  6. @Markus: Logo. Für den Anwalt selbst ist sowas idR überhaupt keine Arbeit. Der Schriebs liegt ohnehin fertig als Vorlage im Computer, da müssen nur noch Name und Adresse eingefügt werden. Und das macht ja die Sekretärin… Dann wird das Schreiben eingetütet und verschickt und das wars dann.

  7. ich denke das problem muss man ganz anders anpacken, cds sind nunmal viel zu teuer fuer das was man im endeffekt bekommt. wenn ein album 5 euro kosten wuerde dann wuerde ich mir auch mehr kaufen. ausserdem, ich spreche jetzt aus meiner persoenlichen erfahrung: ich habe jahrelang keine einzige cd gekauft, erst als diese tauschboersen das licht der welt erblickten und ich die cds vorher testen konnte habe ich wieder angefangen mir musik zu kaufen, leider wird diese tatsach von der musikindustrie faelschlicherweise total verkannt imho.

  8. hinzu kommt die Möglichkeit über Tauschbörsen neue Musik kennenzulernen und somit den Markt zu vergrößern. Ist ja nicht zu leugnen, daß P2P Netzwerke ein Mekka für Ttiel/CDs sind, die man in kaum einem traditinellem Radioprogramm zu hören bekommt.

  9. So ist es. Ich würde den Faktor “neue Musik kennen lernen” allerdings nicht auf P2P beschränken, sondern allgemein aufs ganze Internet ausweiten. Man landet in Foren, Chats, lernt Leute kennen. Und letztendlich diskutiert man dann eben auch Filme, Bücher, Musik, die man selbst nicht kennt und wird neugieriger. Meine normaler Weg geht so: Bei meinen Lieblingsschreibern bei ciao.com checken, was sie hören. Bei Kazaa einige Titel checken, falls schon die Rezi mir zusagt. Dann feststellen, dass ich mit der Person auf der gleichen Wellenlänge bin. Dann zu Amazon surfen und kaufen. Oder das war der normale Weg. Seit ich boykottiere, mach ich nur noch einen imaginären Haken im Gehirn, das mir das gefallen würde.

  10. Das Aufmerksam werden ist ja nur der eine Punkt, min. genauso wichtig ist die schnelle Verfügbarkeit.
    Ich war früher mal regelmäßiger Zillo-, Orkus– und Spex-Leser – bis ich das Interesse verloren habe (hat allerdings mit’m Inet zu tun) – und hab bei so mancher Rezension gedacht, das müsse ich mir mal anhören und bei unzähligen hab ich es dann bis zum nächten Vorbeischauen im Plattenladen vergessen. Heute brauche ich nur’n Query abzuschicken und bekomme eine Auswahl und spätestens, wenn die Datenparition überläuft, fällt mir wieder auf welche CD ich noch kaufen wollte.
    Wo ich auch gleich ein gewisses Problem mit CDs sehe, die Verfügbarkeit ist bei unbekannteren, älteren oder gelöschten Titel z.T. nicht so dolle. Und CDs und Vinyl kaufe ich nunmal in einem Plattenladen, den ich physisch betreten kann, wo man die Verkäufer womöglich kennt, sich nett über die eine oder andere Scheibe unterhalten kann und nicht bei Amazon & Co.

    Es regnet

  11. Das ist natürlich idyllisch. Einen solchen Laden gibt es bei mir nicht. Es hat mal einer aufgemacht, der gemütlich und persönlich hätte werden können, aber der Typ kannte sich nicht aus und brauchte drei Wochen eine CD zu liefern, die dann natürlich preislich über dem vertretbaren Normalmaß lag. Nach einem halben Jahr war er verdientermaßen pleite.

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